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Warum Dippmittel?

Bild für Die Keimvermehrung am Euter erfolgt exponentiell. Alle 20 Minuten teilt sich ein Keim, wodurch sich die Anzahl der Keime verdoppelt. Ein schnelles Handeln ist von Nöten.

Proteine bilden die Nahrungsgrundlage für Keime. Dies können Milchproteine oder Schmutzproteine sein. Dippmittel wiederum stören den Stoffwechsel der Keime und töten diese dadurch ab.

Eine durch Keime entstehende Mastitis ist eine Entzündung am Euter der Kuh, welche oft nur antibiotisch behandelt werden kann. Diese wird zum Großteil von Bakterien verursacht. Mastitis gehört neben Klauen- und Fruchtbarkeitsproblemen zu den häufigsten Abgangsursachen von Kühen. (Krömker, V., 2007) Eine Mastitiserkrankung beeinflusst immens die Herdengesundheit und die Milchleistung einer einzelnen Kuh. Bei einer chronischen Mastitis wird milchbildendes Gewebe durch Bindegewebe ersetzt, wodurch die Milchleistung nachhaltig beeinträchtigt wird.

Erreger, die Mastitis verursachen können, unterscheidet man in euter-, bzw. kuh- und umweltassoziierte Erreger. Die kuh- bzw. euterassoziierten Erreger trägt die Kuh am Euter ständig bei sich. Hier gilt es, die Zitze nach dem Melken bestmöglich vor den Erregern zu schützen. Diese Erreger können nicht lange in der Umwelt überleben und werden über das Melkzeug, die Melkerhände oder von den Tieren durch Besaugen übertragen. Nach dem Melken haben diese kuhassoziierten Erreger die Chance, über den Strichkanal der Zitze bzw. den geöffneten Schließmuskel ins Euter zu gelangen. Die umweltassoziierten Erreger überleben in der Umgebung der Kuh. Dies sind beispielsweise die Liegeboxen, die Einstreu in Tiefställen oder der Kot auf Schieberbahnen welcher beim laufen der Kuh ans Euter spritzen kann. Deswegen ist es wichtig, dass das Euter keine Verletzungen aufweist und die Zitzenhaut eine gute Kondition hat. Durch eine gute Zitzenkondition dank der Pflegestoffe im Dippmittel können Erreger schwieriger an der Zitzenhaut anhaften und überleben.

Durch all diese Faktoren gilt es, bestmögliche hygienische Bedingungen für die Kuh zu schaffen. Hier ist es wichtig durch gutes Herdenmanagement die Zellzahlen der Milch unter 150.000 Zellen / ml zu halten. Ebenso ist es wichtig, die Neuinfektionsrate unter Kontrolle zu haben und in der Trockenstehzeit für eine optimale Regeneration des Euters zu sorgen.

Ein Schritt, um die Neuinfektionsrate gering zu halten, ist eine gute Melkvorbereitung des Euters. Hier gilt es, den an den Zitzen anhaftenden Schmutz bestmöglich zu entfernen und somit die Zellzahl / ml zu senken. Die EU-Hygieneverordnung EG NR. 853/2004 schreibt sogar vor, dass die Milchgewinnung bei einem sauberen Euter und sauberen Zitzen erfolgen muss. Um diese Vorgaben optimal zu erfüllen ist es ratsam, feuchte Einwegpapiertücher oder feuchte, waschbare Textiltücher zu verwenden.

Alle AGRIMARKT Dippmittel sind als Biozid registriert. Bei einer Biozid-Zulassung wird durch eine Instanz geprüft, ob ein Dippmittel die gesetzlichen Vorgaben der Desinfektionsleistung einhält. Bei den Dippmitteln wird in verschiedene Wirkstoffe unterschieden. AGRIMARKT Dippmittel gibt es mit dem Wirkstoffen Jod, Chlorhexidingluconat und Milchsäure.

Charakteristiken von Desinfektionsmitteln:
1. Oxidativ (Oxidation: Sauerstoff wird in der Reaktion frei)
2. Membranaktiv (wirkt an der Membran des Keims → Eingriff in die Funktionalität der Membran → Transport von Molekülen in und aus der Zelle eingeschränkt)
3. Unspezifisch (eine unspezifische Wirkung ist weitreichend und nicht auf ein bestimmtes Bakterium gerichtet, sondern auf verschiedene Keime, z.B. Bakterien, Viren, Pilze)

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